- Unabhängige Vermittlungsplattform Aroundhome analysiert Kosten-Szenarien für den zukünftig steigenden CO2-Preis
- Nicht nur Eigentümer betroffen: Mieter müssen Kosten je nach Höhe der CO2-Emissionen anteilig mittragen
Berlin, Februar 2026 – Nach dem Versäumnis der ursprünglichen Frist Ende Januar 2026 hat die Bundesregierung am Dienstag die Eckpunkte für die Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes vorgelegt. Zentrale Änderung ist der Wegfall der umstrittenen 65-Prozent-Regel. Der finale Gesetzesentwurf soll vom Kabinett nun bis Anfang April fertiggestellt und dann bis zum 1. Juli durch den Bundestag verabschiedet werden.
Jannis Mischke ist Experte für „Energieeffizientes Wohnen“ bei Aroundhome. Er ordnet die geplanten Änderungen ein und erklärt, warum für Hausbesitzer trotzdem kein Weg an der energetischen Sanierung vorbeiführt. Eine Beispielrechnung der unabhängigen Vermittlungsplattform von Fachfirmen für Hausprojekte zeigt, welche Kosten durch den steigenden CO2-Preis auf Verbraucher zukommen, die nicht auf emissionsneutrale Heizformen umrüsten. Dafür werden mit dem aktuell geltenden CO2-Preis sowie in drei Szenarien (basierend auf Expertenschätzungen) die durchschnittlichen, jährlichen Mehrkosten für ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche für die wesentlichen Energieträger Gas und Öl dargestellt:
- Aktuell (2026): 65 Euro/Tonne CO2
- Szenario I: 100 Euro/Tonne CO2
- Szenario II: 250 Euro/Tonne CO2
- Szenario III: 400 Euro/Tonne CO2
Die Tabelle mit den Ergebnissen finden Sie unter folgendem Link:
https://www.datawrapper.de/_/BxWY4/
„Die von der Koalitionsfraktion beschlossenen Eckpunkte reduzieren den regulatorischen Zwang für Hausbesitzer, erhöhen aber deutlich das Preisrisiko. Mit dem Inkrafttreten von ETS-2 wird der CO2-Preis marktbasiert bestimmt und auch die Gasnetzentgelte werden perspektivisch um ein Vielfaches ansteigen. Fossile Heizsysteme werden damit zu einer unkalkulierbaren Kostenfalle, auch wenn die Gasheizung zunächst günstiger bleibt. Zusätzliche Kosten von mehr als 3000 Euro pro Jahr sind möglich.
Wer bereits heute investiert, kauft keine Ideologie, sondern Unabhängigkeit. Eine Wärmepumpe bietet insbesondere in Kombination mit Photovoltaik die niedrigsten Betriebskosten und schützt nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Mieter dauerhaft vor den Preissprüngen globaler Energiemärkte. Sie sind nach dem Gebäudeenergiegesetz verpflichtet, einen Teil der CO2‐Kosten je nach Ausstoß des Gebäudes mitzutragen. Investitionen in die Energieeffizienz schonen außerdem nicht nur langfristig den Geldbeutel, sondern tragen aktiv zum Klimaschutz bei und steigern den Immobilienwert signifikant. Dank moderner Systeme gilt das übrigens nicht nur für Neubauten – auch in teilsanierten Bestandsgebäuden lassen sich Spitzenwerte bei der Effizienz erzielen. Hinzu kommt, dass auch die in den Eckpunkten verankerten Biogase bislang deutlich teurer sind als konventionelles Erdgas. Ein weiteres Argument, das schon jetzt für eine Wärmepumpe spricht”, sagt Jannis Mischke.
Über Jannis Mischke
Jannis Mischke ist seit mehr als zwei Jahren Senior Category Manager für „Energieeffizientes Wohnen“ bei Aroundhome. Er hilft Hauseigentümer:innen, die richtigen Fachfirmen für ihr Projekt zu finden, etwa bei der Energieberatung oder bei ihrer Solaranlage.
Über die Beispielrechnung:
Der jährliche CO2-Ausstoß eines beispielhaften Gebäudes mit 150 Quadratmetern Wohnfläche wurde errechnet, indem der Energieverbrauch pro Quadratmeter (in kWh/m2·a) mit dem spezifischen Emissionsfaktor des Energieträgers (in kg CO2/kWh) multipliziert wurde. Die Emissionsfaktoren basieren auf den Standardmethoden des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zur Berechnung von Treibhausgasemissionen und sind im Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG, Anlage 9 (zu § 85 Absatz 6) Umrechnung in Treibhausgasemissionen) verankert.
Über Aroundhome:
Aroundhome ist eine unabhängige Plattform, die Hauseigentümer:innen dabei hilft, die passenden Fachfirmen für ihre Hausprojekte zu finden. Von neuen Fenstern bis zur Solaranlage, von der Küche bis zum Treppenlift. Mit unserem Team von 250 Mitarbeitenden, umfassenden Informationen und einer bedürfnisorientierten Beratung helfen wir täglich tausenden Hauseigentümer:innen dabei, die passende Fachfirma zu finden und ihr Hausprojekt erfolgreich umzusetzen. So unterstützen wir sie auf dem Weg, ihre Immobilie in ein modernes, zukunftssicheres Zuhause mit nachhaltigem Wert zu verwandeln.